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Veröffentlicht am 25.10.2016 von Georg Zsifkovits

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Fünf Popsongs, die in Horrorfilmen verwendet wurden und diese (noch) besser machen

Wer an Musik in Horrorfilmen denkt, denkt häufig an okkult anmutente Chorgesänge oder hektisch fiedelnde Streichorchester. Mitunter wird dabei übersehen, dass seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts auch verstärkt Popmusik in Horrorfilmen eingesetzt wird.

Denn Popsongs haben gegenüber klassischer Filmmusik einen Vorteil: Sie erzeugen automatisch eine Verbindung zu der Zeit, in der sie aktuell waren. So kann das Lebensgefühl des jeweiligen Jahrzehnts möglichst authentisch wiedergegeben werden – was wiederum sicherstellt, dass die jeweiligen Filmszenen und Musiktitel noch lange im Gedächtnis der Zuschauer herumspuken. Eine Auflistung.

American Psycho: „Hip to be Square“ – Huey Lewis and the News

„Magst du Huey Lewis and the News?” Patrick Bateman tut es auf jeden Fall – und er ist nur zu bereit, eine umfangreiche Erklärung seiner Bewunderung für die Band abzuliefern, bevor er seinen vermeintlichen Konkurrenten Paul Allen zur Soundkulisse von „Hip to be Square“ von ebenjener Band mit einer Axt erschlägt. Mit seiner beschwingten Melodie und banalen Botschaft verleiht der Song der Szene eine Art makabrer Komik, die das Leinwandgeschehen gleichzeitig verstörend und unverschämt komisch wirken lässt und dem Zuschauer noch lange in Erinnerung bleibt.

Scream 4: „Something to die for“ – The Sounds

Wenn Sidney Prescott, die Protagonistin der Scream-Filme im vierten Teil der Reihe ihren ersten Auftritt hat, wird gleichzeitig das Lied „Something to Die For“ der schwedischen Indie-Band The Sounds eingespielt. Mit seiner Botschaft vom Kampf um Normalität und Ausgeglichenheit bietet er Song einen guten Einblick in das emotionale Innenleben von Prescott, die als zentrale Figur bereits seit dem ersten Teil der Scream-Reihe immer wieder mit dem Killer Ghostface konfrontiert wird.

1408: „We’ve Only Just Begun“ – The Carpenters

Ein Song über eine junge Liebe scheint auf den ersten Blick nicht wie die passende Beschallung für ein Hotelzimmer, in der es spukt. Schriftsteller Mike Enslin hat den besagten Raum für eine Nacht gemietet, um dem angeblichen Spuk auf den Grund zu gehen, und ist entsprechend verstört, als der Radiowecker auf seinem Nachttisch mit einem Mal beginnt, in voller Lautstärke „We’ve only just Begun“ von den Carpenters zu spielen. Zu Recht, denn schnell stellt sich heraus, dass die Auswahl dieses Songs kein Zufall war – schließlich hat Mikes Nacht des Schreckens gerade erst begonnen.

Final Destination: „Rocky Mountain High“ – John Denver

Das Grundthema der Final Destination-Reihe schnell erklärt: Einige wenige Personen werden von Visionen heimgesucht, in denen sie selbst oder ihre Mitmenschen auf grausame Art und Weise ums Leben kommen. Den Zuschauer bleibt dabei ganz besonders Eine Szene am Anfang des Filmes in Erinnerung: Protagonist Alex Browning hört über die Lautsprecheranlage am Flughafen zufällig, wie der Song „Rocky Mountain High“ des amerikanischen Singer-Songwriters John Denver gespielt wird und sieht kurz darauf vor seinem geistigen Auge, wie ein Flugzeug in der Luft explodiert. Angesichts der Tatsache, dass Denver bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, mag diese Songauswahl makaber erscheinen – effektiv ist sie allemal.

Blue Velvet: In Dreams – Roy Orbison

David Lynchs Mystery Thriller „Blue Velvet” ist in vielerlei Hinsicht verstörend. Ganz besonders in Erinnerung bleibt unter anderem die Szene, in der von Dennis Hopper gespielte Perversling Frank Kyle McLachlans Protagonist Jeffrey eine Tracht Prügel verpasst – während ein Autoradio im Hintergrund In Dreams von Roy Orbison spielt. Die Ballade über eine verlorene Liebe lässt das Filmgeschehen umso bizarrer wirken und sorgt dafür, dass jeder Zuschauer den Song von diesem Moment an nur noch mit Hoppers manisch verzerrtem Gesicht assoziieren wird.

Wenn du zu Halloween mal einen auf Psycho machen willst und zum Beispiel als Maskenmann aus Scream gehen willst, dann findest du hier Kostüme, die dein Horrorfilm-Herz höher schlagen lassen. Weitere Infos zu allen oben genannten Filmen findest du natürlich bei IMDB.

Titelbild: American Psycho via Youtube

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