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Veröffentlicht am 29.08.2016 von Claudia Niedermeier

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Leider keine Sensation bei Britney Spears

Erst unglaubliche musikalische Höhepunkte, dann schmerzhafte Niederlagen und schließlich mehrere Versuche, an den damaligen musikalischen Erfolg anzuknüpfen: Britney Spears hat in den letzten 20 Jahren bewiesen, dass sie ein Stehaufmännchen ist. Mit ihrem neuen Album „Glory“ will sich die Sängerin dem derzeitigen Geschmack anzupassen.

Zahlreiche Popsongs, die Mainstream-Publikum begeistern und im Radio rauf und runter gespielt werden, ähneln sich stark in ihrer Grundstruktur: Starke Beats, haufenweise Electro-Sound und eine mehr oder weniger starke Stimme, die den Refrain melodiös und zum Mitsingen in den Titel einbringt. Für diesen musikalischen Aufbau sich nun auch Pop-Ikone Britney Spears bei der Produktion ihres neusten Albums „Glory“ entschieden, das am 26. August erschienen ist.

Wenig Text und noch weniger Stimme

Kaum einer kennt die Titel „Oops! … I Did It Again“ oder “Hit Me Baby One More Time” von Britney nicht und so gut wie jeder merkt auch, dass Britney Spears Stimme stets auf elektronische Unterstützung angewiesen war. Dennoch scheint die Stimme der Sängerin inzwischen noch weniger Kraft als einst zu besitzen. Britneys Stimme ohne Synthie-Sounds und unterlegten Drums ist auf ihrer neuen Platte nicht vorstellbar.

Textlich gesehen geht es bei „Glory“ um viel Liebe, Gefühl und Sex. Allerdings verzichtet Britney auf ausführliche Erklärungen und lange Textpassagen. Stattdessen bekommt der Hörer eine Menge kurzer Phrasen zu hören, die sich wiederholend durch die Musik ziehen. Der Track „Clumsy“ beginnt noch andeutungsweise im Stil eines Popsongs, Melodie und Text stimmen. Schnell drängen sich allerdings starke Bassklänge und Synthie-Sounds in den Vordergrund und die Worte, die beim Hörer hängen bleiben sind lediglich „Clumsy“, „ooooh“ oder „oops“. Beim Song „Love Me Down“ verhält es sich ähnlich. Der Zuhörer wird mit wenigen Worten abgespeist und stattdessen mit viel Elektronik gefüttert. Nur zwei Beispiele, die das komplette Werk von Britney Spears in dieser Hinsicht repräsentieren.

Zwei Seiten der Medaille

Auch wenn Britney Spears mit dieser neuen Platte nicht an die früheren Zeiten anknüpft, sollte man bedenken, dass die Popsängerin seit beinahe 20 Jahren im Geschäft ist und immer wieder etwas von sich hören lässt. Mit „Glory“ hat sie lediglich versucht den Nerv der Zeit zu treffen und mit Sicherheit enthält das Album einige Titel, die tanz- und partytauglich sind. Ob das Album allerdings für ein erfolgreiches Comeback sorgen wird, wird sich zeigen.

Credits:
Titelbild by Randee St. Nicholas

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