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Veröffentlicht am 22.06.2015 von Harry Pfliegl

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Frank Sinatra: The Voice wäre 100 geworden

Es gibt wohl kaum einen Künstler im US-amerikanischen Showbiz des 20. Jahrhunderts, der eine so schillernde Figur darstellte wie Frank Sinatra. Seine Fans nannten ihn wegen seiner charakteristischen Stimme The Voice oder wegen seiner außergewöhnlichen, blauen Augen, Ol´ Blue Eyes. Sie liebten ihn für Welthits wie New York, New York, Strangers in The Night oder My Way. Selbst seine zahlreichen Affären und angebliche Mafia-Kontakte konnten der Karriere des Schauspielers, Sängers und Entertainers nicht nachhaltig schaden.

Die künstlerischen Anfänge von Frank Sinatra

Frank Sinatra wurde am 12. Dezember 1915 in Hoboken nahe Manhattan als Sohn italo-amerikanischer Eltern geboren. Das Einzelkind hatte schon früh seine Liebe zur Musik entdeckt. So tingelte Frank Sinatra bereits als Jugendlicher mit einem Megaphon, einer kleinen Musikanlage und einer Ukulele durch die Bars von Hoboken. Profimusiker wollte Frank Sinatra aber erst werden, nachdem er 1933 sein Idol Bing Crosby bei einem Konzert gesehen hatte.

Der Beginn einer einmaligen Karriere

Weil Frank Sinatra kontinuierlich auf eine Karriere als Musiker hin arbeitete, wurde schließlich im Frühling 1939 der Bandleader Harry James auf ihn aufmerksam und verpflichtete ihn prompt als Leadsänger. Es sollte nicht allzu lange dauern, bis Frank Sinatra landesweit bekannt war und beschloss, eine Solokarriere zu starten. Er ergatterte einen Plattenvertrag beim Label Columbia und galt in den 1940er Jahren als populärster Sänger der USA. Er galt als absolutes Idol der Generation, die den Weltkrieg erlebt hatte. Die Popularität als Sänger nutze Frank Sinatra für eine zweite Karriere als Schauspieler. Auch hier erwies er sich als äußerst erfolgreich. So erhielt er einen Oscar als bester Nebendarsteller und eine Oscar-Nominierung als bester Schauspieler.

Frank Sinatras Stern sinkt

Mit den 1950er Jahren begann der Abstieg Frank Sinatras. Während er in den 1940er Jahren als Saubermann galt, beschädigte er diesen Ruf durch zahlreiche Affären nachhaltig. Auch die Scheidung von seiner Ehefrau Nancy, die er 1939 geheiratet hatte, und die kurzzeitige Ehe mit Ava Gardner von 1953 bis 1957 trugen zu seinem Abstieg bei. Nachdem The Frank Sinatra Show gefloppt war, verlängerte die Filmfirma den Vertrag nicht und 1952 verlor Frank Sinatra auch noch seinen Plattenvertrag. Damit schien die Karriere unwiderrufliche am Ende zu sein.

Das Comeback

Schließlich erhielt Frank Sinatra eine Rolle in Fred Zinnemanns Film Verdammt in alle Ewigkeit – angeblich mit Unterstützung durch die Mafia – und erhielt den Oscar als bester Nebendarsteller. Zudem bekam er 1953 einen neuen Plattenvertrag bei Capitol Records, wo er in den folgenden Jahren zahlreiche herausragende Alben aufnahm. Bis sich Frank Sinatra 1971 von der Bühne zurückzog, hatte er sich den Nimbus erarbeitet, einer der einflussreichsten Stars in der Geschichte der Popmusik zu sein.

Foto: „Eleanor Roosevelt Frank Sinatra“ von This media is available in the holdings of the National Archives and Records Administration, cataloged under the ARC Identifier (National Archives Identifier) 196156.

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