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Veröffentlicht am 09.05.2016 von Stefanie Loske

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Attwenger

Das Duo Attwenger in ein paar kurzen Worten vorzustellen, ist fast unmöglich. Ihr musikalisches Werk ist einfach zu umfangreich und zu vielschichtig. Das, was HP Falkner alles aus seiner Harmonika herausholen kann, ist es schon fast wert, ein Buch zu füllen.

Große Bandbreite

Das Duo zeigt in seinem popkulturellen Universum eine Bandbreite, die von Rock´n´Roll und Polka bis hin zu Trip-Hop und Techno reicht. Bei ihnen bekommt man zweiminütige als auch zwanzig Minuten andauernde Kompositionen zu hören. Wer sie verstehen will, muss sie live erleben.

Das Duo fasziniert so sehr, dass sogar der legendäre englische Radio DJ John Peel auf die beiden aufmerksam geworden ist. Fasziniert von der Musik des Texters und Drummers Markus Binder und Harmonikaspieler HP Falkner sagt er über sie: „I have no idea what it´s about, but I like the generel noise a great deal.“

Verrücktes Universum

Ihr Name leitet sich von einem Gstanzl – einem spontan gereimten Sprechgesang – ab. 1990 traten sie erstmals live in Erscheinung, als sie in der Wiener Arena performten. Mit ihrem Debüt „Most“ schaffen sie sich ihr ganz eigenes und etwas verrücktes Universum. Sie reimen und rappen im Dialekt, nutzen Gitarrenverzerrer und zeigen Schlagzeugparts, die selbst so manche Hardcorde Band vor Neid erblassen lässt.

Die Alben „Pflug“ und „Luft“ von 1992 und 1993 sind dem Debütalbum noch sehr ähnlich. Das 1997er Album „Song“ nähert sich dann eher zeitgenössischer elektronischer Musik an. Zwei Jahre zuvor gab es eine Konzertreise in Sibirien, die Einfluss auf die neue Richtung des Albums genommen haben soll.

Pause und Rückkehr

Bis 2002 gab es dann eine fünfjährige Abstinenz vom Musikgeschäft. Direkt nach ihrer Rückkehr kam jedoch das Album „Sun“ in den Handel. Punkige Energien gehören der Vergangenheit an, nun zeigen sie ihre Vorliebe für minimalistische Sounds. Mit diesen Sounds als Hintergrund, erscheinen die Beiden hier als die Reimkünstler des deutschsprachigen Raumes schlechthin.

Drei Jahre später komm der neue Longplayer „Dog“, noch einmal sechs Jahre später erst das Album „Flux“. Beide Alben enthalten die neuen Elemente Rock´n´Roll, Blues sowie Breakcore. 2011 veröffentlichen sie die LP „Clubs“ sowie im letzten Jahr die Platte „Spot“.

Wer die Jungs immer noch nicht live gesehen hat, hat 2016 noch bei einigen Konzerten in Österreich und Deutschland die Chance dazu. Tourdaten gibt es auf ihrer Webseite www.attwenger.at.

photocredit: By Manfred Werner – Tsui (Own work) [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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